Archive for Januar, 2010

U5. Das Abenteuer beginnt.

Januar 25, 2010 - 11:18 am No Comments

Eines nehme ich vorweg: es gibt garantiert viele Daddys in diesem Land, die sich mehr als gut um ihren Nachwuchs kümmern. Die Windeln wechseln, füttern, trösten, spazierengehen, Bücher lesen. Garantiert. Und ehrlich gesagt bin ich sehr froh, dass sich die Zeiten in diesem Zusammenhang geändert haben. Unter uns, mein Papa hat bestimmt niemals eine Windeln gewechselt. Und solltest Du, lieber Papa, das nun lesen: ich hab Dich trotzdem lieb und Du warst – nein, Du BIST - trotzdem ein guter Papa. Mehr als das…!

Nun aber zu uns. Zu diesem heutigen Tag. Daddy Day der Dritte. Und natürlich gehe ich auch dahin, wo es weh tut. Zur Vorsorgeuntersuchung. Zur U5. Ihr könnt es Euch denken, ich war der einzige Mann in der Praxis. Jetzt mal ehrlich: zum Babyschwimmen kann jeder gehen. So als Hahn im Korb fühlt man(n) sich dort sicherlich auch nicht schlecht. Wie alt ist die deutsche Durchschnittsmama? Ende 20? Es gibt also schlimmeres als mit 10 Mamas im besten Alter durch wohligwarmes Wasser zu plantschen und keinen Konkurrenten zu fürchten. Wie billig. Richtige Daddys halten sich mit sowas doch nicht auf. Wir nehmen uns die richtigen Aufgaben vor…

Glücklicherweise hatten wir einen Termin und so durften wir direkt durchtreten. In das Zimmer Nummer 5. Ob das immer so geplant wird? U5 in Zimmer 5. U6 dann in Zimmer 6? Mist, hätte ich fragen sollen, nun beschäftigt mich das wieder den ganzen Tag… Die Sprechstundenhilfe (da kommt gleich die nächste Frage: heißt das so? Meine Frau ist ja auch keine Anwaltsgehilfin, sondern trägt den Titel der Rechtsanwaltsfachangestellten… oh ja) – jedenfalls kam eine nette Dame mittleren Alters und sagte: Dann schon mal ausziehen. Böderweise kam mein Witz ‘ich mich?’ nicht so gut an wie ich es mir dachte… Dabei hatte ich mir den doch auf dem langen Fußweg so schön zurecht gelegt… Naja, egal. Weitermachen.

Nach Ausziehen und dem obligatorischen Ablagevollpullern schließlich kam die Frau Doktore und eh wir uns versahen, war das ganze Untersuchen auch schon erledigt. Zack Bums, fertig. Alles untermalt von einer astreinen Arie meiner Kleinen. Auf Volume 84. Bei 100 ist Anschlag. Und da sie Anziehen eh nicht so mag, erhöhten wir das ganze dann noch auf 93. Vollgas Alarm. Juhuuu.

Nun sind wir wieder daheim. Nach einem ganzen Glas Möhre Kartoffel Fleisch (in schlanken 10 Minuten, das war mal fast Food!) und einem akkuraten Flummi Kacka schlafen wir nun den Schlaf der Gerechten. Und Papa hört  so eben, dass DAS Hollywood Traumpaar gar nicht mehr so traumhaft und vor allem nicht mehr so paarig ist. Ob Miss Jolie wohl auch Baby Schwimmen macht? In Ottobrunn?

Vielleicht sollte ich dort doch mal vorbeischauen…

;)

daddy day. again.

Januar 18, 2010 - 11:17 am No Comments

Eines vorweg: die U5 (und damit meine ich nicht die UBahn Linie nach Neuperlach Zentrum) ist erst nächste Woche. Puh, Glück gehabt… Allerdings ist auch hier aufgeschoben nicht aufgehoben, das Vergnügen haben wir dann am nächsten Montag…

Heute steht vielmehr das Routineprogramm auf unserer to-do Liste. Und vielleicht find ich ja auch mal wieder Zeit, die letzten Tage in Worte zu fassen. Obgleich das aufgrund der schrecklichen Geschehnisse in Haiti nur schwer möglich ist. Nein, nicht nur schwer möglich. Sicherlich unmöglich. War ich auch früher immer berührt, wenn ich solch Tragödien sah, so blutet mir nun sehr intensiv das Herz – denn mein Blick hat sich geöffnet. Für die Kinder. In meiner Hilflosigkeit sitze ich hier in der Völlerei Deutschlands, während die Flimmerkiste ein unfassbares Leid – vor allem das der Kinder – in unsere Wohnzimmer transportiert. Und was machen wir? Ein kurzes oh weh, wie schlimm… Und weiter geht der Alltag. Das ist bei mir nicht wirklich anders… :(

Komischerweise empfinde ich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit geringer als bei der letzten schlimmen Katastrophe, dem Tsunami in Thailand. Liegt es daran, dass sich die Bilder der herannahenden Welle als viel spektakulärer darstellten und fast schon Emmerich Charakter aufwiesen? Ich weiß es nicht…

Ich weiß nur, dass mich die Bilder sehr traurig machen. Damals so wie auch auch jetzt.

Nun lasse ich mich trösten. Von unserer Tochter. Meiner Zukunft.

Ruhe.

Januar 12, 2010 - 11:16 am No Comments

… wird ehrlich gesagt auch überschätzt. Unter uns: ich hatte heute mehr Ruhe auf der Arbeit als gestern bei meiner Lütten. Viel mehr Ruhe. Sehr viel mehr… Und was soll ich sagen?! Ich hab die Action vermisst.

Jetzt, da wir doch so ein gutes Team geworden sind.

Naja, der nächste Montag kommt bestimmt. Und die Spatzen trillerten es schon von den Dächern. Der nächste Montag ist nicht einfach nur ein Montag. Nein. Ich sag nur U5. Mia & Papa auf großer Doktorenrunde. Oha. Tust Du ihr weh, tu ich Dir weh…

;)

daddy day. the first…

Januar 11, 2010 - 11:15 am No Comments

06 Uhr 33.

Der Tag beginnt. Die kleine Maus liegt gefuehlte sechs Meter neben uns und singt bereits ihre Morgenarien. Untermals von meinem Herzschlag. Gibt der eigentlich den Takt vor?! Ehrlich gesagt nein. Ich bin wirklich aufgeregt… In etwa so wie in den Momenten, wenn ein neues Training unmittelbar vor der Tuer steht. Ja, das beschreibt es ganz gut. So nach dem Motto: klappt alles? Hab ich meinen Text im Kopf? Kommen die Pointen an? Und so weiter… Der einzige Unterschied: heute ist meine Tochter das Publikum. Und somit liegt die Messlatte hoch. Sehr hoch. Haltet mir die Daumen.

07 Uhr 58.

Lasst es mich mit den Worten der Fanta 4 sagen: “Jetzt ist sie weg…”. Gott sei Dank nur für 10 Stunden. Und allein allein bin ich auch nicht. Denn meine Tochter liegt auf ihrer Spielwiese. Direkt vor mir – und ist glücklich.

Das Morgenprogramm haben wir abgespult wie ein topeingespieltes Team: wecken war nicht nötig, ihre Augen strahlten mich bereits an, als ich ins Zimmer kam. Aus dem Bett nehmen, knuddeln. Wickeln. Strampler an, Strumfhose drüber und auch den Pulli in einem Rutsch über den Kopp. Ohne Plärren. Hat auch Seltenheitswert. Dann schnell die Pulle gemacht, Tablette (wofür eigentlich?! Fluor oder wie oder was?! Bitte um Aufklärung!) nicht vergessen und schon begann das große Morgenmahl.

Es läuft gut an!

08 Uhr 53.

Spielen klappt. Sehr gut. Weiterfliegen…

10 Uhr 02.

ein Hoch auf Pastinaken. Kennt Ihr nicht?  Kannte ich bis vor ein paar Wochen auch nicht. Pastinaken sind ein Wurzelgemüse und bilden zusammen mit Karotten die Grundlage für die ersten Breimahlzeiten der Lütten. Während Karotten allerdings alles wunderbar vollsauen und die Flecken so hartnäckig sind wie Fliegen auf einem Kuhmisthaufen, macht Pastinakenbrei keine unwiderrufliche Sauerei. Perfekt. Das allerdings ist nicht der Grund für meine Laudatio.

Brei im Allgemeinen macht Babykacka (ein Dank an Bruce Darnell o.ä.) schön fest. Und so war es mir eben fast schon ein Vergnügen Leichtes, Mia die Windel zu wechseln. Ohne Würgereiz. Puh, damit ist die nächste Aufgabe unseres Mia-Papa-Tages gemeistert. Und ich klopfe mir auf die Schulter. Im Übrigen habe ich da aktuell auch Gelegenheit zu, denn sie hat es tatsächlich vorgezogen, nach 5 Minuten Plärren doch lieber die Äuglein zu schließen und den Schlaf der Gerechten zu schlafen…

Herrlich. So darf es weitergehen! Bis um kurz vor elf – dann ist wieder Raubtierfütterung. Mit Pastinaken – natürlich.

10 Uhr 51.

Hmmm. Supi geschlafen und nun gibts essen…

11 Uhr 26.

Immer rein, Tante Frieda. Und Narumol wuerde sagen. Ja wenn du schaaafst…

Mahlzeit!

12 Uhr 24.

wie der Papa… Und der dicke Muemmelmann wurde auch rausoperiert.

13 Uhr 51.

Puh. Ich muss was los werden: Hut ab vor allen Mamas! Jetzt mal im Ernst. Die Lütte ist lieb, meckert lediglich ab und an ein wenig vor sich hin, hat toll gegessen und schon zwei mal kurz ihr Nickerchen gemacht. Und doch ist das hier anstrengend. Auf eine ganz spezielle Art und Weise wirklich anstrengend.

Aber es macht auch Spaß. So viel Zeit hatten wir noch nie für uns. Wir erzählen uns unsere kleinen Geschichten. Lachen uns an. Kuscheln miteinander. Gähnen um die Wette.

Und jetzt ist es zwei. Essen. Aber schnell…

;)

15 Uhr 03.

Schneeausflug

17 Uhr 19.

Fertig. Ich habe fertig.

Das war ein langer Tag, alter Schwede. Ganz ehrlich? Ich hätte niemals für möglich gehalten, dass Mama sein so anstrengend ist. Und hallo? Das war nun erst ein Tag! Normalerweise sind es wohl in etwa 365 im Jahr. Ohne Pause. Ohne Urlaub. Oder Überstunden abbauen. Hut ab. Chapeau! Respekt.

Was nehme ich mit?! Hmm. Ich glaube, ich habe das heute ganz gut gemeistert. Und mir muss nicht bange sein vor weiteren Mia-Papa-Tagen. Mei, ich kann mich entsinnen. Es ist noch gar nicht sooo lange her, Tina musste zur Rückbildungsgymnastik und ich war einmal pro Woche 2 Stunden mit der damals wirklich noch sehr kleinen Maus allein. Und ich hatte immer Schiss vor diesen Abenden. Oder als Tina mit ihren Freundinnen ihren Junggesellinnenabschied feierte. Wir waren zu dritt daheim geblieben. Drei Männer. Ein Baby. Und Stressschweißperlen auf der Stirn. Auf jeder Stirn.

Im Gegensatz dazu war das heute schön. Spazieren gehen. Im Drogeriemarkt Babykram kaufen. Und echt ein wenig stolz dabei sein. Bewundern wie unglaublich gut sie sich schon (mit ein ganz klein bißchen Hilfe) vom Rücken auf den Bauch drehen kann. Wie sie schon (mit ein ganz klein bißchen Glück) den Schulli in ihren Mund befördert. Ein mal sogar richtig rum. Erstaunt sein, dass ich heute tatsächlich zwei (!) Kackawindeln wechseln durfte. Das gab´s wohl auch noch nie… Den Kopf schütteln, weil sie es immer wieder schafft, juste nach dem Popoabputzen wieder auf die Wickelablage zu pullern. Ein Hoch auf wasserfeste Unterlagen.

Ach, ich könnt noch ewig so weiter schreiben. Doch lieber lege ich mich nun auf die Couch und genieße für einen Moment die herrliche Ruhe. Morgen gehe ich wieder arbeiten… und Ruhe genießen.

;)

der Countdown läuft…

Januar 10, 2010 - 11:13 am No Comments

… und schon steht der erste Mia & Papa alleine zu Hause Tag vor der Tür.

Ich kann ihn schon klopfen hören! Okay, immerhin haben wir heute Mittag nochmals das Breiessen geübt und überraschenderweise hat das gut weitestgehend zufriedenstellend funktioniert. Obwohl – Kartoffel/Pastinake war in Mia und nur sehr sehr (!) wenig landete woanders. Und Schwund ist immer. Also, das Thema macht mir keine Angst, das wird morgen auch funzen. Und wenn nicht?! Dann sollte ich wohl schon mal den Wischeimer bereits stellen… ;)

In 12 Stunden sind wir allein. Die Spannung steigt.

übrigens.

Januar 9, 2010 - 11:12 am No Comments

Ja übrigens, eines möchte ich noch kurz erwähnt wissen: Mia hat nun ihren ersten Pass. Und zwar einen Kinderreisepass. Mit Foto. Biometrisch. Hallo, was ist denn nun los? Glücklicherweise kam meine Frau auf die Idee, dass unsere Lütte für die bevorstehende Dänemarkreise eventuell vielleicht unter Umständen eine Art Ausweis benötigt. Ich wäre da im Leben nicht drauf gekommen. Und siehe da, nach kurzem googeln wussten wir: tatsächlich, sie braucht einen Kinderreisepass. Der ist, nun halte man sich fest, bis 2016 gültig und beinhaltet neben ihrem Foto (ob sie sich wohl in den nächsten sechs Jahren verändern wird?! Ich bin ja skeptisch…) auch ihre GRÖSSE !!! 75 cm. Unter uns, an der Stelle bin ich mir schon recht sicher, dass das in 2016 nicht mehr stimmen wird.

Können wir dann trotzdem verreisen? Wer weiß das schon…

weitere Infos übrigens in der Papapedia.

das Kribbeln beginnt.

Januar 9, 2010 - 11:10 am No Comments

Ja, früher – da war ja bekanntlich alles besser.

Sagt zumindest der Volksmund. Früher war das Wetter besser. Der Sommer schön warm und der Winter schön kalt. Mit Schnee. Obwohl – der Rest der Republik macht aktuell Bekanntschaft mit Daisy und gleich mehr der Arktis denn Mitteleuropa. Hier in München allerdings … aber egal, das ist ein anderes Thema.

Früher jedenfalls war die Rollenverteilung klar definiert. Mann = Arbeit. Frau = Kind. Ihr ahnt es schon, heute ist heute. Und somit nicht mehr früher. So wird meine Herzensdame nun wieder einen Tag in der Woche in die Arbeit schauen. Was für mich heißt: Hausmann Günne. Wenn ich nun auf den Kalender schaue, beginnt mein Herz seinen Schlag zu beschleunigen. In 48 Stunden – ach was sage ich? – in 42 Stunden ist die Kleine allein mit mir. Ganz allein. Und ich mit ihr.

Wickeln – Pulle geben - Brei füttern – bespaßen – anspucken lassen – waschen – ins Bett bringen – trösten - und wohl noch 1000 andere Sachen…

Jetzt mal im Ernst: das habe ich alles schon gemacht. Aber doch nicht alles an einem Tag!!! Ohne Mama nebenan. Oh Gott. Was mag das nur werden?! Sollte die Lütte es zulassen: ich werde berichten. Immer mal wieder. Lageberichte abgeben. Seid gespannt! Ich bin es auch…

Zur Not gibt es immer noch

Babysitter gesucht? Wir passen auf! HalloBabysitter.de

;)

ein erster Rückblick.

Januar 6, 2010 - 11:08 am No Comments

Ich bin mir sicher, so langsam darf man ihn wagen, den ersten Rückblick. Immerhin feierten wir am Heilig Abend nicht nur den selbigen, sondern auch den ‘meine Güte, bin ich schon so alt?’ ersten halben Geburtstag unserer Lütten. Also lasst uns festhalten: ja, es ist durchaus Zeit für einen ersten Blick über die Schulter…

Irgendwie hat es die letzten Tage Klick gemacht und ich überlegte mir: was ist bei DIR eigentlich in den letzten sechs Monaten so geschehen? Was hast DU gelernt? (Keine Angst, ich spreche gelegentlich mit mir selbst – es findet sich ja nicht immer jemand, dem man was erzählen kann…). Und die Antworten waren: eigentlich nichts. Ich sehe noch so aus wie im Juni. Ich rauche noch immer so viel / wenig wie im Juni. Ich rede noch immer den gleichen Quatsch. Habe noch den selben Job. Und Arminia spielt noch immer den gleichen bescheidenen Fußball. Und dann überlegte ich mir, was hat die Kleine in genau der gleichen Zeit vollbracht? Ja, ich sehe alt aus, diesen Vergleich kann ich nicht gewinnen.

Mia kann plappern, kann mit (kleiner) Hilfe sitzen, kann laut lachen, kann gezielt greifen, ihre Haare wachsen, von ihren Wimpern und Augenbrauen ganz zu schweigen, hat Stinkemauken bekommen, kann auf dem Bauch liegen und den Kopf endlos lange oben halten, kann herzhaft gähnen, kann ihre Füße greifen, kann Rülpsen wie ein Großer, kann ohne Meckern abends einschlafen, kann uns schon morgens mit ihrem Erzählen erfreuen, kann mit der Mama schmusen, kann sich ihre Socken alleine ausziehen, bemerkt so langsam, dass sie kitzelig ist, fesselt mich mit ihren großen blauen Augen, die so sanft und doch so keck schauen…

Das alles in 6 Monaten. Ist das nicht unglaublich?! Das alles aus dem Nichts – im wahrsten Sinne des Wortes. Vergessen ist mittlerweile die Zeit, in der meine Grenze überschritten war. In der meine Frau und ich nicht mehr weiter wußten. In der eine Mischung aus Bauchweh, Hunger, Müdigkeit und wer weiß was sonst noch alles unserer kleinen Mia so zu schaffen machten.

Vor Kurzem hatte ich mal wieder ein Buch in der Hand (Papa-Handbuch G|U Verlag) und ich möchte aus diesem zitieren:

In den ersten Monaten werden Sie:

… durchwachte Nächte erleben – Ihr von Bauchschmerzen gequältes Kind nachts auf dem Arm durch die Wohnung tragen – Ringe um die Augen haben – befürchten, Ihr Kind zu grob anzufassen – Angst haben, dass es nachts aufhört zu atmen – vergessen, wann Sie das letzte Mal mit ihrer Partnerin Sex hatten …

Genau dieses Buch hatte ich auch schon vor Mias Geburt gelesen. Und garantiert auch diese Passage. Doch aus irgendwelchen Gründen drangen die Wörter nicht tief genug in mein Denken ein. Vieles hat sich in den letzten Monaten geändert. Ich bin kein anderer Mensch geworden, zumindest nicht grundlegend. Ich rege mich beim Autofahren noch immer auf und auch Fußball läßt mich nicht kalt. Doch irgendetwas ist anders besser.

Ich trage nun eine Verantwortung. Nicht mehr nur für mich. Hmm. Oder meine Frau. Ich trage eine Verantwortung für einen Menschen, der sich selbst nicht helfen kann. Ich habe eine ganz bewusste Angst um diesen Menschen. Wie oft macht es Peng und diese ganz dummen Gedanken kommen. Atmet sie noch? Ich geh mal schnell schauen! Was geschieht, wenn mir etwas zustößt? Früher war es (fast) egal – heute nicht mehr. Diese Verantwortung ist so unsagbar groß, dass ich sie mit nichts bisher Erlebtem vergleichen kann. Und doch trage ich sie gerne, denn sie macht aus uns Jungs vielleicht endlich das, was wir schon immer sein wollten: echte Männer. Mit ganz viel Gefühl.