Kopf hoch, ihr Papas dieser Welt.
Nun seid mal ehrlich. Geht es nur mir so oder habt Ihr auch dieses komische Gefühl in Euch. Dieses Gefühl des Luft seins?
Eines nehme ich vorweg: ich sehe die Leistungen meiner Frau. Sie hat die Kleine den ganzen Tag. Sie muss ihr alle zwei Stunden den Hunger stillen. Und es ist auch sie, die Mia auf unsere Welt gebracht hat. Und ja, ich bin ihr dafür unendlich dankbar. Ich bin so stolz auf sie, denn sie vollbringt einfach wunderbare Leistungen. Wie wahrscheinlich (fast) alle Mütter dieser Welt. Und nun spanne ich mal den Bogen:
‘Wie geht es der Mama?’ oder auch ‘unterstützt Du sie denn genug?’ sind die Sätze, die ich in den letzten 4 Wochen gehört habe. Immer wieder. Jeden Tag. Eigentlich stündlich… Gleichzeitig kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich gefragt wurde: ‘Stefan, wie geht es Dir eigentlich?’ Hallo? Ich bin auch Mitspieler in diesem Team. Vielleicht nicht der wichtigste. Und schon gar nicht der Captain. Und doch bin ich dabei. So wie auch (fast) alle Papas dieser Welt. Seid mal ehrlich, liebe Mamas. Wenn wir morgens zur Arbeit fahren, dann legen wir uns dort im Normalfall nicht schlafen. Wenn wir seit Monaten nicht mehr in einem Bett schlafen, dann finden wir das auch nicht entspannend. Ganz im Gegenteil, ehrlich gesagt.
Ich bin sehr glücklich, dass meine Frau und ich ein gutes Team sind. Wir wissen beide um unsere Leistungen. Und klopfen uns gerne mal auf die Schulter. Tut nämlich auch mal gut…
Also Kopf hoch, ihr Papas dieser Welt. Eure Frauen wissen um Eure Leistung. Und ihr auch. Und der Rest? Ach, wer braucht schon den Rest?