ein Königreich für unsere Prinzessin.
Au man, was tun mir meine Knochen weh.
Aber man(n) will ja nicht lamentieren, immerhin trägt frau doch die größere Last. Und das ja sogar tatsächlich. Doch okay, man(n) wäre nicht Mann, wenn nicht doch gelegentlich mal nach Mitleid gelechtzt wird. Also lasst mich jammern…
Vor einigen Wochen begannen wir mit unserer Suche nach einem netten Kinderzimmer. Ganz langsam, wir haben ja noch so viel Zeit. Auch im großen skandinavischen Haus, um das Männer in der Regel einen sehr großen Bogen machen, ließen wir uns inspirieren. Weiter ging es mit Segmüller und XXXL Lutz und und und. Was bewundere ich doch meinen Vater. Wickelkommode? Pah, ein Sperrholzbrett auf der Badewanne tat es auch. Einen extra Schrank im Kinderzimmer? Hatte ich nicht. Glaub ich. (Hoffentlich tue ich meinen Eltern nun nicht Unrecht. Schlimm. Sollte dies so sein, Entschuldigung bitte. Hmm…) Na, jedenfalls passte die Optik & Zweckmäßigkeit der begutachteten Möbel nicht immer mit unserem ins Auge gefassten Budget überein. Fast zumindest. Beim Segmüller gab es ein Zimmer, sogar in der Werbung und durchaus preiswert. Und doch konnte mich die gelungene Kombi aus Preis & Optik & Funktion nicht überzeugen. ‘wir finden bestimmt noch was besseres – und außerdem ist das auch nächste Woche bestimmt noch in der Werbung’ hörte ich mich sagen. War es nicht. War ja klar.
So durfte meine Frau berechtigt anbringen, dass das Warten blöd war und ich es sowieso bin…
HAHA – dann kam er, der Montagmorgen. Mit ihm die Zeitung mit den aktuellen Werbungen. Richtig, Ihr ahnt es schon. Segmüller. Kinderzimmer. Der gleiche Preis wie damals. MINUS 10 % Mai-Rabatt. Meine Schulter schmerzt noch heute, so heftig klopfte ich mir höchstpersönlich auf die selbige!
Einfach mal alles richtig machen. Es kann so schön sein.
Samstagmorgen. Die Nachbarn mobilisiert und ab nach Parsdorf. Gut, dass wir nun ein so großes Auto haben, spätestens beim Schrank wäre das Cabrio in die Knie gegangen. Also, gute Laune, Karin & Gunter und dann noch Platz im Kombi. Was soll also schief gehen? Ab in das Babyland und los geht die große Shopping Tour. Beginnen wir mit dem Zimmer. Schrank – Bett – Wickelkommode. Das stand auf dem Einkaufszettel. Allerdings sah ich die Rückseite nicht. Denn da stand noch mehr. In Zaubertinte. Nicht sichtbar. Zumindest für Männeraugen. Die Augen der Damen jedoch sahen alles…
Matraze. Natürlich die gesunde, ohne Wärmestau und mit waschbarem Bezug. Danke an Frau Koch für die fundierte Beratung. Schonbezug, falls die Lütte wider Erwarten doch nicht von Geburt an weiß, wie das mit dem Klo funktioniert. Nestchen und Himmel für das Bett. Wohlfühlen soll sie sich ja auch. Die Stange, um den Himmel am Bett zu halten. Ist natürlich im Lieferumfang nicht dabei. Könnte auch ein BMW sein, da ist auch nichts ‘einfach so’ dabei… Bettwäsche. Vorhänge passend zum Nestchen. Wickelauflage. Auch farblich abgestimmt. Ein Kapuzenhandtuch. Hab ich was vergessen? Hmmm.
Wer an der Stelle glaubt, das war´s, der Nachmittag wird locker lässig ausgeruht, der irrt. Gewaltig sogar. Ab zur Kasse und schnell zum Abhollager. Zettel hingereicht und einen Rolli voller Kartons bekommen. ‘Ups, das soll alles ins Auto?!‘ Yep. Locker. Ein geiles Auto, so ein 3er Kombi.
Vorweg mag ich nun eines sagen! Garantiert hat der ein oder andere von Euch bereits über die schwedischen Selbstaufbaumöbel aus dem Hause IKEA geschimpft. Zumindest tat ich das. Damals. Jetzt bin ich schlauer und gelobe Besserung. IKEA Möbel sind toll. Die Anleitungen absolut verständlich. Das weiß ich nun. Jetzt, da ich Segmüller Möbel aufgebaut habe. Zusammen mit Gunter – und wir sind beide nun nicht soooo blöde – saß ich kopfschüttelnd und hilflos vor diesem Stück Papier. Nach dem Motto probieren geht über studieren – oder auch Versuch macht kluch – gingen wir ans Werk und siehe da, nach 5-6 Stunden stand alles. Und ich glaube sogar, dabei locker 4 kg verloren zu haben. Was soll ich also meckern. Alles wird gut.