Archive for April, 2009

Atmen für Anfänger

April 29, 2009 - 10:31 am No Comments

Oh ja, ich habe es getan! Ich atmete in mein linkes Bein! Glaubst Du nicht? Okay, ich auch nicht – aber lass uns ein wenig ausholen… 

Ehrlicherweise gehöre ich zu der Spezies Papa, die richtigen, großen und handfesten Respekt vor der ‘Größe’, oder soll ich besser sagen ‘Kleine’, eines Babys haben. Und hallo? Man fährt ein Auto ja auch nur mit Führerschein. Zumindest sollte das so sein. Also sagte ich meiner Frau vor einiger Zeit, dass ich aufrichtig und ehrlich mit ihr einen Kurs besuchen wolle, wo man(n) so grundlegende Dinge lernt wie Kind halten, baden, Bäuerchen machen, wickeln (oh weh!) und was sonst noch alles so dazu gehört, zum Papa sein. Freudestrahlend konfrontierte sie mich dann auch tatsächlich mit der Botschaft, dass in Ihrem Babykurs auch (natürlich – wie ‘natürlich’?!) die Männer dabei sind. Ich müsse ja nicht immer mitkommen, aber an den interessanten Abenden wäre es für mich durchaus sinnvoll und sie würde sich unglaublich freuen…

Ich meine, welche Wahl hatte ich? Keine. Richtig. Und wenn ich 90 Minuten Arminia überstehe – und das ist aktuell kein Vergnügen! – dann schaffe ich auch 2 Stunden Babykurs. Mit links und locker. Ja, genau…

Um 19 Uhr geht es also los. Montagabend. Gut, dass Arminia noch Erstklassig spielt, sonst dürften wir an der Stelle eine 1A Terminkollision erleben. Um 19.07 waren dann auch alle Paare da. Ach, was soll´s – Pünktlichkeit wird auch völlig überschätzt. ;)

So sitzen wir da nun also. 19 Menschen – neun Paare (seltsamerweise alle hetero) – und unsere Kursleiterin. Sehr nett. Und wie wir alle in Strümpfen. Denn die Schuhe, die zieht man natürlich aus. In einem 16 Quadratmeter Raum übrigens eine absolut überzeugende Idee an einem Montag Abend. Hmmm. Wie auch immer, lasset die Spiele beginnen. Denn die Uhr läuft und der Spaß kostet ja auch Geld. Beginnen wir also mit Atemübungen. Okay, passt zum Motto, habe ich im Fernsehen bei RTL auch schon gesehen. Muss also wohl so sein. Seltsamerweise erinnerte es mich brachial an meine NLP Ausbildung – so haben wir ein akurates Atem Pacing durchgeführt. Und Heureka, es funktioniert noch immer. ;) Schade nur, dass scheinbar alle durch ihren gesamten Körper atmen konnten, einschließlich des linken und des rechten Beines , und ich mein Luftholen auf meine Lungen beschränken musste. Die Luft ging und ging einfach nicht weiter. Und schon gar nicht in meine Beine. :(

Nach dieser Erkenntnis folgte bereits der nächste Höhepunkt des Abends – quasi ein stakkatomäßiges Abbrennen des Babykursfeuerwerkes… Rhythmische Klänge – die mich in sekundenschnelle zurück in die Karibik brachten – liessen die Luft in unserem 16 m2 Raum erflimmern. Lasst Eure Becken kreisen – geil, also doch einer dieser Swinger Clubs, von denen man so viel hört. Und nun stellt Euch vor, euer Becken ist eine Schüssel. Hää? Mein Becken kann vieles sein, aber eine Schüssel?! Und nun stellt Euch einen Ball vor. Und lasst diesen in Eurer Schüssel kreisen. Schüssel, ich höre nur Schüssel. Mist, und dann ist meine imaginäre Schüssel auch noch voller CornFlakes – denn so langsam meldete sich mein Magen. Also, lasst uns zusammenfassen: Becken – Schüssel – CornFlakes. Und kein Platz für den Ball. Also auch nicht meine Übung. Und doch ziehe ich ein Resümee (laut google schreibt man das so – und doch sieht es komisch aus! Resümee…): Männer und beckenkreisende Tanzbewegungen = geht nicht!!! Hahaa…! Und somit bekommt der Abend bereits mindestens einen Punkt auf meiner nach oben offenen Spaßskala.

Okay, nun sind wir warm. Geatmet und getanzt, obgleich ich wirklich auf das berühmte Namentanzen gewartet habe. Was nicht kam, aber sei es drum. Und jetzt galt es, nun ging es los, es folgte der Teil, der mich brennend interessierte: die Puppe kam ins Spiel. Wir sprachen über das Halten des Kindes beim Baden. Wichtig! Leider sprachen wir nur 2 Minuten drüber. Und die Puppe hatte ich 4 Sekunden in der Hand. Scheine doch ein Naturtalent zu sein, denn mein Hateversuch wurde nicht durch ein NEIN, so doch nicht!!! unterbrochen. Selbstbeweihräuchernd auf die Schulter klopfend wartete ich nun auf das nächste Thema. Vielleicht Windeln wechseln… Und siehe da, mein Wunsch wurde erhört! Leider war derjenige, der mir sein Gehör schenkte, überdurchschnittlich taub. Denn zum Thema Windeln gab es folgendes zu sagen: Bei den Windeln müsst Ihr mal ein bißchen ausprobieren. Der eine verträgt die Marke gut, der andere wiederum eine andere. Also einfach ausprobieren… Hääää? Das ist nun alles? Und wie zieht man dem Balg nun den Kackaschutz an?! Nichts. Ruhe. Stille. Na super – das hätte ich mir ja nach drei Bier noch selbst ausmalen können, dass man bei den Windeln ein wenig experimentieren muss. Sonst gäbe es ja nur eine Marke… Und die Zeiten sind ja nun glücklicherweise vorbei.

Ich will gar nicht weiter ausholen. Ach – doch. Wir haben noch Stilleinlagen unter die Lupe genommen. Jau. Stilleinlagen. Gibt es aus rauhem Stoff – für die Damen, deren Nippel eh noch nicht Wund genug sind ;) und aus Silikon. Wahrscheinlich eher für die Babe-Fraktion… Sag mal, schreibe ich mich hier gerade um Kopf und Kragen?! Ach, sei es drum…

So ging ein Abend pünktlich um 21 Uhr dem Ende entgegen. Was soll ich sagen? Meine Frau fand es super, dass ich dabei war – immerhin kommen (fast) alle anderen Kerle jedes Mal mit. Super – schönen Dank. Wollen wir den Druck mal künstlich hochhalten. Kameradenschweine. Ich jedenfalls werde sicherlich noch mal den Weg nach Harlaching finden – und vielleicht schaffe ich es ja dann, meine Beine nicht nur zum Laufen, sondern auch zum Reinatmen zu gebrauchen…

;)

was bisher geschah.

April 28, 2009 - 8:32 am No Comments

Okay, nun ist der erste Schock des ‘Blog-Verschwindens’ verflogen und neuer Elan fährt durch meine Glieder. Ich meine, es hilft ja nichts… ;)

Nun, kurz bevor unser kleiner Sonnenschein die Reise auf diese Welt antritt, liegen bereits recht turbulente Monate hinter uns. Aber der Reihe nach. Vor ziemlich genau einem Jahr – nach langen & guten Überlegungen – hatten wir unsere Antwort auf die berühmte Frage gefunden. Und man muss kein Prophet sein, um zu wissen, wie diese ausfiel. Ja, wir wollen ein Kind. Solide Beziehung, solide Verhältnisse und die Uhr – da bin ich ehrlich – tickte auch bei uns nicht rückwärts… Und was Hanibal (?) vom A-Team kann, das können wir schon lange. Also schnell einen Plan geschmiedet…

Der Urlaub in der Karibik im Oktober war bereits gebucht und somit war schnell klar, wie (okay, das wusste ich schon vorher!) und wo und vor allem wann wir unseren kleinen Schreier auf seine lange Reise bringen wollten. Punta Cana – Oktober – Paradies. Vielleicht war es Glück, vielleicht aber auch einfach Können, dass wir schon kurz nach diesem wunderbaren Urlaub tatsächlich sagen konnten: wir lieben es, wenn ein Plan funktioniert. Tina war tatsächlich schwanger und das unglaublicherweise beim ersten (!!!) Versuch! Ich kann mich sehr gut erinnern, wie ich eines Abends nach Hause kam und kleine Babyschühchen auf dem Tisch standen. Ehrlicherweise kam die Freude tatsächlich erst nach und nach. Papa werden. Ich. Jetzt. Beziehungsweise bald. Wow. Das muss erst einmal sacken. Doch es sackte gut. Und tief.

Bis zu dem Tag im Januar 2009. Es war wieder an der Zeit für unsere alljährliche Männerfahrt nach Dänemark. Mit Bier, PlayStation und guten Jungs. Es war Donnerstag und das Telefon klingelte. Folgende Botschaft aus Tinas Mund riss mich aus allen Träumen: die Testergebnisse (aus dem 1.Trimester Screening) sind da. Und die Werte sind sehr schlecht…!

Was heißt das nun? Ist unser Kind krank? Oder schlimmer? Etwa 1300 km entfernt, platzte in mir die Bombe. Die folgenden Tage waren ein Grauen. Lassen wir sie beiseite! Damals wurden Sekunden zu Stunden. Damals… In der kommenden Woche durften wir eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Ich danke allen Mächten, die irgendwo auf uns aufpassen, dass schon am Folgetag die Entwarnung kam. Kind gesund. Alles gut. Nichts Böses ist geschehen… Und ich glaube, an diesem Tage wurde auch ich schwanger. Zu 100 % . Damals, im Januar 2009…

Nun wächst unsere kleine Mia Sophie fleißig und munter – und mit ihr ihre Mama. Das Bäuchlein hat mittlerweile den Namen Bauch verdient. Und endlich darf auch ich teilhaben an diesen wunderbaren Momenten. Abends, wenn wir zur Ruhe kommen. Und Tina meine Hand auf ihren Bauch legt – dann spüre ich sie. Wie sie boxt. Wie sie tritt. Meine Tochter. Und seltsamerweise wird sie dann wieder ruhig. Ob mir das in 9 Wochen auch gelingt? ;)

Das war er nun, der Schnellüberblick. Unsere Tochter ist auf dem Weg. Und ich freue mich unendlich auf sie!

der Anfang. Nummer 3.

April 23, 2009 - 8:27 am No Comments

 

Was soll ich sagen?

Weg – alles. Einfach futsch. Und das nur, um den Blog ‘upzudaten’. Wenn ich dieses Wort schon höre, bekomme ich einen gepflegten Brechreiz. Dabei habe ich vorsichtshalber die alten Inhalte gesichert – um dann zu erkennen, dass dieses Backup nicht eingepflegt werden kann.

Ergo bin ich ehrlich: in dieser Sekunde bin ich schreibfaul. Schreibmüde. Völlig pissed. Sorry.

Lediglich ein kurzes Intro wollte ich Euch an der Stelle geben. Wundert Euch also nicht, dass die Inhalte der letzten Monate nicht mehr zu finden sind. Sie sind weg. Futsch.  Vielleicht habe ich Muße, bald zumindest einen kleinen Abriß zu geben. Denn wir sind noch immer schwanger. Und freuen uns noch immer auf unsere Tochter. Und haben die Erlebnisse der letzten sieben Monate noch tief in unseren Köpfen & Herzen.

Ein Update mache ich nie wieder. Garantiert.

Tschö mit Ö.