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Kindergeburtstag. Puh.

Juli 1st, 2013 by Stefan

Leute, ich ziehe jeden Hut. Jeden. Auch wenn ich niemals einen besitzen werde, so ziehe ich ihn doch.

Den Hut vor Kindergärtnerinnen, besser bekannt unter dem Berufsbild der Erzieherin. Na, leck mich fett, haben die einen Job. Woher ich das weiß? Ganz einfach. Mia feierte letzten Samstag ihren Kindergeburtstag. Mit 6 Kindern. Im KiGa sind locker 1000 % mehr. Bei uns waren nur sechs.

Die Damen (und ja, auch die Herren) müssten 5000 Euro im Monat bekommen. Netto. Plus Weihnachtsgeld. Und Urlaubsgeld. Und was weiß ich denn, was man als Arbeitnehmer noch so bekommen kann. Damit kenne ich mich ja nun noch weniger aus als mit Kindern.

Und doch: es war ein toller Nachmittag. Zwar waren meine Frau und ich auch froh, als um halbe sieben dann alle wieder verschwunden waren (ja, gebe ich ja auch zu!) – trotzdem hatten alle ihren Spaß. Und vor allem: Mia! Sie war so stolz, ihre Freunde daheim zu haben. Ist sie manchmal doch eher schüchtern (hat sie definitiv von ihrem Papa!), so wusste sie an diesem Nachmittag schon ganz genau, wer der Herr im Haus ist. Also, der neben mir natürlich. Nämlich sie! Und die anderen Kinder haben auf sie gehört. Tina und ich schauten uns immer wieder an – denn so “dominant” kannten wir unsere Lütte gar nicht. Und wir waren stolz auf sie. Es gab keinen Streit. Es ging nichts zu Bruch. Und niemand hat sich verletzt. Die Pommes und Chicken Nuggets – natürlich mit jeweils einem Liter Ketchup – gingen weg wie g´schnitten Brot und auch die kleinen Mitgebsel fanden ihre Zustimmung.

Kindergeburtstag – doch nicht so sehr “puh”. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr… ;)

Juni 2013. Bald vier.

Juni 10th, 2013 by Stefan

Leute, ganz im Ernst.

Was ist denn nur los? Fast 1,5 Jahre keinen Post, da wird mir ganz schwindelig. Vor Scham. Naja, fast zumindest. Ein wenig auf jeden Fall. Also update. Was ist geschehen in den letzten 17 Monaten? Mia wird bald 4, genau genommen heute in zwei Wochen. Sie geht in den Kindergarten um die Ecke, fährt Laufrad, ist rotzenfrech und zuckersüß (und das manchmal auch innerhalb von drei Sekunden, bemerkenswert!) und auch wenn ich manchmal denke “hätte ich das alles mal vorher gewusst…”, möchte und werde ich sie für kein Geld der Welt eintauschen…

Weitere Meilensteine in unserem Leben: Arminia ist aufgestiegen, die Südland Arminen sind per pedes von Haching nach Burghausen gewandert, irgendwelche Mistsäcke haben unseren Wohnwagen von der Strasse weggeklaut (man sieht sich immer zweimal, auch hier glaube ich ganz fest daran!), wir wohnen nun in einer größeren Wohnung ein Haus weiter (ja, Papa hat nun ein Büro… fein!) und der Sommer 2013 lässt weiter auf sich warten.

Oh man, ist das wirklich die Zusammenfassung von fast 1,5 Jahren? Erschreckend. Doch vielleicht kennt Ihr das, die Zeit rennt. Ganz ehrlich, haben unsere Eltern genau diese Wörter damals bemüht, haben wir höchstens müde gelächelt. War die Zeit von Weihnachten bis Weihnachten doch immer endlos. Und nun, mit (knapp) 40, scheint sich die Welt in einem Tempo zu drehen, dass einem schwindelig werden kann. Zack, ein Tag rum. Zack, eine Woche rum. Zack, ein Monat.

Zack, Mia wird 4. Und gestern lag sie noch mit 2600 Gramm in meiner Hand. Unfassbar. Unfassbar schön…

hallo 2012. was? 2012?!?!

Januar 14th, 2012 by Stefan

ich bin Vater. Endlich.

Mai 7th, 2011 by Stefan

Ich bin mir sicher, die Überschrift kann ein wenig seltsam klingen. Wird Mia doch nächsten Monat schon zwei Jahre alt. So könnte man meinen, wir bekommen wieder Nachwuchs und ich würde mich erst mit zwei Lütten als Papa fühlen. Doch das ist es nicht.

Über Ostern waren wir mit Freunden in der Toskana. Davor war ich über Wochen lediglich an den Wochenenden daheim und tingelte sonst durch die gehobenen Mittelklassehotels dieses schönen Landes. Mia war oft krank, die Krippe ist eine wahre Bazillenschleuder und Tina durfte sich alleine um unseren Schatz kümmern. Ihre Kraft ging dahin und auch meine war irgendwann in diesem Leben schon mal größer. An den Wochenenden – die Zeit, auf die man sich 5 Tage lang freute – waren die Erwartungen wohl leider oftmals die falschen. Es ehrt mich nicht, und doch muss ich sagen: ich hatte zwar eine Tochter. Aber Papa war ich nicht. Auch nicht mehr Ehemann. Vielleicht viele andere Sachen nicht. Ich fühlte mich ausschließlich als Geld-nach-Hause-Bringer. Und machte das, was Männer sensationell gut können: ich sprach nicht darüber.

Und dann kam dieser Urlaub. Asche auf mein Haupt: im Vorfeld huschten sogar Gedanken durch meinen Kopf, für die ich mich aufrichtig schäme. 1 Woche am Stück das Kind, kann das gut gehen?

Es ging gut. Nein. Viel mehr als das. Es war eine wunderbare Woche. Allein die Fahrt. Weinte Mia früher schon bei recht kurzen Ausritten, so nahm sie die 10 Stunden gen Süden hin wie nichts. War zufrieden. Lachte. Hatte Spaß. Und machte Spaß. Sie lernt so unfassbar viel. Kann jeden Tag neue Wörter sprechen. Versteht die Welt. Vielleicht sogar besser als ich.

Doch eines habe ich in diesen Tagen verstanden. Ich bin Papa. Und nicht nur Ernährer. Meine Tochter liebt mich. Braucht mich. Und gibt mir so unbeschreiblich viel. Wenn Sie auf meinen Schultern sitzt und meine Haare streichelt. Oder mir liebevoll aufs Ohr haut. Sie zu mir kommt und mir ein Bussi gibt. Einfach so. Sie mir die Welt zeigt und ich sie ihr erkläre.

Zwei Jahre hat es gedauert. Ich bin Vater. Endlich.

Heureka – sie läuft.

Januar 23rd, 2011 by Stefan

Ich kann mich entsinnen, denn es ist gerade mal ein paar Tage her.

Ich war wieder einmal irgendwo in Deutschland unterwegs, als mein Handy mir folgende SMS aufs Display beamte: Mia ist heute zum ersten Mal einige Schritte alleine gelaufen…

Unter uns, sagt es niemandem, ich hatte ein kleines Tränchen im Auge. Fast 19 Monate haben wir nun auf diesen Moment gewartet. Ein bis zwei leise Zweifel in uns gespürt. Ja, unser Schatz war nicht wirklich der Hochleistungssportler. Sie konnte sich spät alleine aufsetzen. Sie begann spät mit Krabbeln. Und so ist es wohl ganz logisch, dass auch das Laufen einfach einen Tag länger dauerte. Und doch denkt man ab und zu dann doch: hm, seltsam.

Doch sei es drum, nun hat sie den Bogen raus. Beine durchstrecken, Pöter hoch und los gehts. Auch wenn es manchmal doch schon sehr nach Joe Cocker ausschaut, sie kommt ohne Hilfe und aufrecht von A nach B. Zumindest wenn A und B nicht weiter als 7,5 Meter voneinander entfernt sind.

Ich freu mich!

Schreck in der Abendstunde

Januar 15th, 2011 by Stefan

Na, hör mir auf. DAS brauche ich nicht öfter. Bleibt an der Stelle zu klären, was ist ‘das’.

‘Das’ ist das, was gestern Abend geschah. Es war nach 22 Uhr, Tina und ich lagen schon im Bett und unsere Maus schlief seit Stunden friedlich – als sie plötzlich aus dem Nichts heraus anfing zu weinen. Obgleich weinen nicht treffend ist. Sie schrie. Aus Leibeskräften. Krümmte sich und war nicht zu beruhigen. Nicht nach einer Minute. Nicht nach 5. Nicht nach 15. Da blinkt dann eine Frage auf und zwar in großen Buchstaben: was hat sie nur?!

Wir konnten uns nicht helfen und so griff ich zum Telefon und wählte die 112. Zum ersten Mal in meinem Leben. Es dauerte knapp 10 Minuten und die Kindernotärztin stand in unserer Wohnung. Vor einer ruhigen Mia. In der Zwischenzeit hatte sich das Übel gelöst. Hörbar. Ein unglaublicher Pups, gefolgt von einigen weiteren. Luft, die unserem Schatz so sehr wehtat. Und uns hilflos werden ließ.

Und auch, wenn die Aufregung fast umsonst war, so hat es doch ein Gutes: es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass im Notfall so schnell Hilfe vor Ort ist. Dazu gestern in Form einer sehr netten Ärztin. Die unser Gewissen beruhigte, denn natürlich war es uns unangenehm, wegen Blähungen solche Paranoia zu erleben. So beruhigte sie uns, dass wir es immer wieder so machen sollen. Lieber einmal zu oft anrufen. Als einmal zu wenig.

Sprachs, bastelte noch einen lustigen Clownskopf aus ihrem Einweghandschuh und war so schnell wieder weg, wie sie gekommen war. Ich weiß, die Wahrscheinlichkeit, dass sie hier liest, ist fast null – aber doch ist es mir wichtig: DANKE für die Hilfe!

Nach ein paar Minuten war der Spuk dann auch schon wieder vorbei, Mia schlief ruckzuck wieder ein und heute scheint das Bauchaua bereits schon wieder vergessen zu sein. Zumindest bei ihr, uns hat sich dieser Schreck in der Abendstunde tief in unsere Erinnerung eingebrannt…

ein froher Neues. Und so.

Januar 4th, 2011 by Stefan

na. leck mich fett. Wo ist 2010 hin?! Es ist weg. So wie der WM Titel nach dem Spanienspiel. Oder Arminias Klassenerhalt nach der Hinrunde. Obwohl – da kann man sich auch täuschen, Ostwestfalen kommen spät und heftig.

Jedenfalls habe ich in den letzten Monaten nicht mehr viel von uns hören bzw. lesen lassen. Nicht mehr viel. Haha. Gar nichts, um es genau zu nehmen. Doch sei es drum. Wollen wir dem vergossenen Wein nicht hinterherheulen. Und heute ist auch noch ein Tag.

Vorweg, nicht dass ich es noch vergesse: ich wünsche Euch wirklich ein schönes, gesundes und spannendes 2011. Mögen alle Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Vielleicht greift der ein oder andere von Euch ja in die Vollen und wird auch bald Papa (oder Mama…)? Schön wäre es. Denn dann…

Denn dann darf ich vielleicht auf meinen Seiten ab und an mal von Euren Erlebnissen lesen. Und vielleicht auch ein wenig Schadenfreude empfinden… Nehmt es mir nicht übel. Eines habe ich gelernt: mittlerweile empfinde ich Kinderweinen nicht mehr als schlimm. Denn immer dann, wenn meine Kleine nicht in der Nähe ist, kann sie es nicht sein. Und immer dann denke ich: puh, andere haben das auch. Was immer ‘das’ auch ist… Ist das politisch korrekt? Egal. Alle Papas werden wissen, was ich meine…

Was hat sich getan in den letzten Wochen? Unsere Maus ist aktuell auf Urlaub bei der Schwiegermama. DANKE Schwiegermama! So gibt uns das die Gelegenheit, auch mal durchzuschnaufen. Wohnen alle Omas und Opas doch ein wenig weiter weg, so haben wir – oder besser meine Frau – keine Auszeit. Und irgendwann sagt der Akku ganz einfach: stop. Und das tat er. Sowohl meiner als auch Tinas. Hatte Mia in den letzten Wochen ständig Husten und Schnuppen (das geht schon irgendwann weg, Oton Kinderärztin), so kam dann vor einiger Zeit natürlich noch eine leichte Lungenentzündung dazu. Toll. Damit waren die ruhigen Nächte vorbei und auch wenn die Lütte trotzdem noch relativ gut aufgelegt war, so war sie einfach krank. Punkt. Und weil auch das nicht reicht, sagen auch ab und zu die Zähne Hallo. Kurzum, die Wochen waren anstrengend. Für die Kleine. Und für uns. So sagte meine Schwiegermutter, sie würde die Kleine gerne gerne gerne über Silvester zu sich nehmen. So können wir mal wieder die Gedanken frei bekommen. Sie ihre Beziehung zu Mia vertiefen. Und die Kleine mal etwas anderes sehen. Dann beginnt man, darüber nachzudenken. Sollen wir? Oder doch nicht? Tja.

So genießen wir nun unsere Ruhe. Und auch wenn nun vielleicht einige sagen werden ‘Weichei, stell Dich nicht so an!’, so sage ich: ‘doch!’. Manchmal möchte ich mich anstellen. Denn auch ich bin nur – ein Mensch. Mal stark. Und auch mal schwach. Gott sei Dank nahmen wir das Angebot von Tinas Mama an. Und die beiden sind ein gutes Team. So können wir, Tina & ich, beruhigt abends um neune ins Bett gehen. Und schlafen. Einfach nur schlafen. Ohne nachts ein zwei drei vier mal aufzuwachen. Schlafen bis zum Wecker. Mei, ist das etwas schönes! Abends vor dem TV zu gammeln und nicht alle 6 Sekunden auf das Babyphon zu schielen. Schlicht: einfach mal loszulassen.

Wir haben diese Auszeit sehr genossen. Und freuen uns unglaublich wieder auf unseren Schatz. Denn ganz ehrlich: mit einem vollen Akku erfüllt man den Job ‘Eltern’ ganz einfach besser. Sollte jemand unter Euch sein, dessen Akku auch mal unter das Limit geht und dieser jemand hat die Chance auf ein paar ruhigere Tage, so sei mutig: nimm diese Chance wahr! Egal was andere sagen! Und ganz ehrlich. Eine Schwiegermama hat mindestens ein Kind großgezogen. Dann wird sie auch ein paar Tage mit Deinem verbringen können. Und auch wenn man es nicht immer glaubt, Omas können unglaublich gut mit Kindern umgehen. Auch in 2011. Denn eines hat sich in den letzten 10 20 30 Jahren nicht verändert: Kinder. Zumindest nicht die kleinen.

Warum schreibe ich das hier eigentlich? Keine Ahnung. Ganz unter uns. Vielleicht ist es mir wichtig. Vielleicht auch um mein Gewissen zu beruhigen. Denn ja, ab und zu kam das kleine Männchen auf der Schulter und sagte: Sag mal Stefan, geht´s noch? Die Tochter einfach so weggeben? Was bist Du denn für ein Rabenpapa?! Man gut, dass ich zwei Schultern habe und auch auf der anderen Seite ein Männchen sitzt. Und das sagt… Naja, Ihr könnt es weiter oben lesen. Und es spricht lauter, denn die Kleine ist nicht da…

Übrigens, da fällt mir ein: ich habe einen Kollegen in der Agentur, der vor Kurzem Papa geworden ist. Und nun will ich Euch noch etwas über die ganz oben angesprochene Schadenfreude berichten. Denn manchmal, nicht immer natürlich, aber ab und zu - da sieht er morgens aus wie… Nun ja. Wie… Total kaputt. So wie ich sicherlich manchmal. In den ersten Wochen bestimmt öfter. Und dann, ich gebe es zu und ich bin nicht stolz darauf, dann kommt die Schadenfreude. Und die tut mir gut. Zeigt es mir doch eines: diese Vorzeigefamilien, wo immer alles total supi dupi ist, die gibt es nicht. Zumindest nicht in der Realität. Gott sei Dank! Ich bin nicht allein mit meinen Augenringen…

Nun werde ich wieder die Ruhe genießen. Zwei Abende haben wir noch. Wollten seit Tagen abends ins Kino gehen. Das erste mal seit Jahren übrigens. Und schaffen es nicht. Immerhin geht ein Kinofilm bis nach 22 Uhr. Da schlafen wir schon seit einer knappen Stunde. Wie sagte ein guter Freund früher immer? ‘Sie sollen ja auch feiern, Herr Günther!’. Ich münze das mal um und sage ‘Sie sollen ja auch schlafen!” Und das machen wir. Akkustand aktuell: 85 Prozent. Übermorgen: 100 %.

Welcome back Mia Sophie. Ich freu mich auf Dich!

Hurra – wir leben noch

Oktober 31st, 2010 by Stefan

Jetzt fall ich ja fast in Ohnmacht: heute ist der letzte Tag des Monats Oktober und in all den Tagen wurde nicht EIN Wort geschrieben. Unfassbar. Somit wäre dieser Monat quasi ein weißer Fleck auf der BlogMonatsLandkarte. Und das geht gar nicht.

Also ganz schnell: wir sind wohl auf. Ab und an gerne ein wenig grippal unterwegs. Dazu ein satter Husten, der einfach nicht Servus sagen mag. Dafür können wir nun krabbeln. Laufen mit Festhalten. Aufstehen. Hinsetzen. Nerven. Freude bereiten. Wahrscheinlich alles, was man mit 16 Monaten so kann.

Und weil das tatsächlich eine ganze Menge ist, werde ich bald auch mal wieder eine Menge schreiben. Versprochen!

wenn der Sommer zur Neige geht…

September 10th, 2010 by Stefan

ja, wenn der Sommer geht, dann kommt vielleicht auch wieder mal eine Zeit, in der ich einfach öfter die Gelegenheit zum Bloggen habe. Denn ich gebe (wieder einmal) zu, die letzten Wochen waren sehr still.

Obgleich still nicht das richtige Wort ist, denn still waren sie nicht. Lediglich sehr wortkarg. Ja, das trifft es wohl besser… Doch will ich nun mal in mich gehen und tief in meinen Erinnerungen kramen. Denn genau in diesem Moment sitze ich daheim auf dem Sofa und es ist – still. Jetzt ist es wirklich still. Immerhin ist Mia in der Krippe. Und meine Frau arbeiten. Oh ja. Doch eines nach dem anderen…

Der letzte Eintrag liegt nun sage und schreibe über zwei Monate zurück. Ich lag im Bückeburger Freibad und genoss die Erinnerung an die gute alte Zeit. Es war Sommer. Heute ist Herbst, und das auch schon etwas länger. Doch all der Regen sollte eines nicht verhindern können: Mia hat riesen Sprünge gemacht. Manchmal von allein, manchmal durften wir sie unterstützen. So war im Juli noch nicht an krabbeln zu denken. Heute wirbelt sie durch die Wohnung. Krabbelt. Hinsetzen, aufstehen. Sogar schon erste Schritte an der sicheren Hand von Mama und Papa sind drin. Doch all das kam nicht von allein.

Irgendwann änderte auch Mias Kinderärztin ihre Meinung zum Thema: manche schaffen´s früher, manche später. Irgendwann war es auch ihr dann nicht mehr ganz geheuer und so durfte Mia bereits im zweiten Lebensjahr zur Krankengymnastin. Und sie hat diese eine halbe Stunde in der Woche gehasst. Wie die Pest. Vielleicht sogar noch mehr. Als ich sie einmal begleiten ‘durfte’, war mir auch schnell klar, warum. Diese Übungen fände ich auch nicht so wunderbar. Oder besser: ich hätte auch geheult. Doch Heureka, es hat funktioniert. Ihre Motorik wurde immer besser, schnell schon klappte das Hinsetzen. Dann das erste zaghafte Krabbeln. Und nun – zack, wir können kaum schnell genug sein, um sie immer im Auge zu behalten.

Und wir sind so froh und auch stolz auf diesen kleinen Menschen, der nun ein völlig anderer zu sein scheint. Wir spüren, wie gut ihr ihre neue Freiheit tut. Der kleine Entdecker in ihr gibt Vollgas und sie ist so glücklich. Mein Fazit?! Tja, gute Frage. Immer wieder sagen Menschen im Umfeld “das wird schon” oder “irgendwann krabbelt sie schon”… Doch nach 14 Monaten ist es mehr als höchste Zeit. Wir bereuen den Gang zur Krankengymnastik nicht. Und ich bin mir sicher, ohne die Übungen wäre Mia auch jetzt noch lange nicht so weit. Sollte Mia also irgendwann mal (theoretisch!) ein Brüderchen bekommen und auch dieser wäre so lange so bewegungsgehemmt, ich würde früher mit der Therapie beginnen.

Und nun ist sie in der Krippe. Ihr erinnert Euch an unser schicksalhaftes Telefonat. ‘ja, es ist ein Platz frei…’. Genau diesen füllt unsere Maus nun mit Leben. Und sie liebt es. Andere Kinder – toll toll toll. Nicht einmal eine Woche hat die Eingewöhnung gedauert. Ich kann mich noch an meinen ersten Tag im Kindergarten erinnern. Geweint. Geblärt. Geschrien. Und Mia? Kaum ist sie morgens bei ihren neuen Freunden, schon ist Mama abgemeldet. Ohne Weinen. Oder mehr. Unter uns, ich habe bereits ein kleines Dankegebet ausgesprochen, dass wir hier so viel Glück haben!

Und die Zeit in der Krippe tut ihr – gut. Sie hat sich in dieser Woche schon so verändert. Plappert anders. Deutlicher. Lauter. Ich bin gespannt, ob diese Entwicklung so rasant so weiter geht. Ich bin begeistert. Und fassungslos. Glücklich.

So langsam kehrt Normalität in unsere kleine Familie ein. Tina kann wieder arbeiten und blüht auf. Holt Mia am frühen Nachmittag wieder und darf noch einige Stunden Mama sein. So ist es gut. Einfach gut.

Knapp 15 Monate ist es her, als unser Leben völlig auf den Kopf gestellt wurde. 15 Monate, die so intensiv waren. Intensiv schön. Intensiv aufregend. Und auch intensiv anstrengend. Machmal dachten wir, es geht nicht weiter. Ja, öfter als einmal waren wir kurz vor der Verzweiflung. Vielleicht nicht nur kurz davor. Und doch will ich keinen Tag missen. Vor einigen Tagen haben wir mal wieder die alten Bilder rausgeholt. Von einem 2600 Gramm leichten Wesen. So klein, so zerbrechlich. Heute trägt sie Jeans und ihre ersten Schuhe. Saust durch die Wohnung und geht in die Krippe. Hallo? Mag mich mal jemand kneifen? Wo ist die Zeit hin?!

Nun gehen wir in unseren zweiten Herbst und ich fürchte, schon morgen steht unser zweites Weihnachten vor der Tür. Einfach so. Es ist einfach – so unglaublich. Unglaublich wundervoll.

Ausflug in die Vergangenheit (via postie)

Juli 2nd, 2010 by Stefan

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Da liege ich also. Bei 35 Grad im Schatten im Bergbad Bueckeburg. Meiner alten Heimat… Und meine Gedanken begannen zu wandern.

Dieses Freibad war vor ca. 20 Jahren meine zweite Heimat, zumindest im Sommer. Und erstaunlicherweise hat sich fast nichts veraendert. Okay, die Becken wurden saniert. Die Kasse ist nicht mehr rechts, sondern nun links beim Eingang. Und der Eintritt ist mit 2,70 Euro wohl doppelt so teuer wie damals. Doch sonst ist alles gleich. Unten am Babybecken plantschen die Luetten. Im Kinderbecken die Mittleren. Und im Schwimmer die aelteren Herrschaften. Obwohl, die schwimmen eher…

Jedenfalls kamen die alten Bilder wieder hoch. Die alten Freunde. Die ersten Kontakte zum anderen Geschlecht. Zumindest die ersten richtigen. :) das coole Abhaengen, die Balzshow auf dem 10 Metersprungturm. Schoen wars…

Und vor allem: lange ist es her. Es wird wohl nicht mehr wiederkommen, zumindest nicht in diesem Leben. Dafuer hat unsere Maus alles noch vor sich. Vielleicht nicht unbedingt in Bueckeburg. Doch auch in Haching gibts ein Freibad. Mit 10er. Also Jungs, dann strengt Euch mal an…